29-07-2014

Warum SuedLink für die Energiewende von entscheidender Bedeutung ist

Die Energiewende stellt immense Anforderungen an die Strominfrastruktur. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien – vor allem der Windenergie On- und Offshore im Norden Deutschlands – und durch den Ausstieg aus der Kernkraft entsteht ein zunehmendes Nord-Süd-Gefälle bei Stromerzeugung und Stromverbrauch in Deutschland.
Das Gefälle zwischen Stromangebot in Norddeutschland und Stromnachfrage in Süddeutschland wird sich noch weiter verschärfen, wenn weitere Kernkraftwerke in Bayern und Baden-Württemberg vom Netz gehen. Die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg werden im Jahr 2024 ca. 30 Prozent ihres Jahresverbrauchs importieren müssen.
Um die Versorgungssicherheit der Bürger und der Industrie in Süddeutschland zu erhalten und die elektrische Energie aus dem Norden abzutransportieren, ist der Ausbau der Strominfrastruktur deshalb dringend erforderlich. Denn für einen Transport großer Strommengen über weite Strecken ist das bestehende Wechselstromnetz jedoch nicht ausgelegt. Und genau hier kommen die Gleichstromverbindungen ins Spiel: sozusagen die großen Stromautobahnen, die künftig den Norden mit dem Süden Deutschlands auf direktem Wege verbinden sollen.

Quelle: NEP 2013, eigene Darstellung

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Laut Netzentwicklungsplan 2013 müssen in den nächsten zehn Jahren insgesamt 3.600 Kilometer an neuen Leitungen gebaut werden. Eine herausragende Rolle nimmt SuedLink als zentrale Nord-Süd-Verbindung ein, denn mit dieser Verbindung wird dabei die notwendige Transportkapazität entstehen, um die zu erwartend großen Mengen Windenergie nach Süddeutschland zu leiten. SuedLink leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag für die weitere Integration des europäischen Energiemarktes. So soll die Austauschkapazität von Deutschland mit den skandinavischen Ländern Norwegen, Dänemark und Schweden gesteigert werden. Durch entsprechende Seeverbindungen soll die Möglichkeit geschaffen werden, erneuerbaren Strom, der aktuell in Deutschland nicht verwendet werden kann, beispielsweise in Norwegen zu speichern. Umgekehrt kann Deutschland bei einem erhöhten Strombedarf auf skandinavische Energiequellen zurückgreifen. Zusammen ermöglichen Seekabel nach Skandinavien und Netzausbau an Land in Deutschland den Ausgleich zwischen grundlastfähiger Wasserkraft und wetterabhängiger Wind- und Solarenergie. SuedLink spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Dies hat die EU-Kommission gewürdigt, indem sie SuedLink in die Liste der „Projekte von gemeinsamem Interesse“ aufgenommen hat. Dabei handelt es sich um europaweite Energie-Infrastrukturprojekte, die nach Ansicht der Kommission bis 2020 Priorität haben. Diese müssen für mindestens zwei Mitgliedsstaaten der EU relevant sein, die Integration der europäischen Energiemärkte sowie jene der Übertragungsnetze fördern, die Versorgungssicherheit erhöhen und die Energie- und Klimaziele der EU unterstützen.

Geplant und gebaut wird SuedLink von den beiden Übertragungsnetzbetreibern TenneT und TransnetBW.

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